Klein, dafür mein! – Die erste eigene Wohnung ist meistens kein Loft. Für Wohnen, Schlafen, Arbeiten gibt es oft nur ein Zimmer. Geschickt eingerichtet kann aber auch ein kleiner Raum groß rauskommen.
"Wichtig ist, sich vorher zu überlegen, wie die Fläche genutzt werden kann", sagt Möbel-Designerin Mareike Hermann von der Do-it-yourself Academy. Stauraum sollte sich auf eine Wand konzentrieren. Regale bis zur Decke bieten Platz auf wenig Standfläche. Helle Stoffe auf einem Drahtseil vor das Ganze und das Zimmer wirkt aufgeräumt. Für Wände, Möbel und Stoffe sind helle Farben am besten. Denn sie lassen den Raum optisch größer wirken.
Wer von der Couch aus den Schreibtisch sieht, wird es schwer haben, sich zu entspannen. Daher sollten die Bereiche getrennt werden. Halbhohe Regale bieten nicht nur zusätzlichen Stauraum, sondern dienen auch als Raumteiler. Multifunktions-Möbel sparen zwar Platz, eine Schlafcouch findet aber nicht jeder traumhaft. Eine Alternative kann in Wohnungen mit hohen Decken eine zweite Schlafetage sein.
Neben Multifunktion schwört Hermann auf Zweckentfremdung und mobiles Mobiliar: Ein Tisch zum Runterklappen an der Wand oder der Couchtisch auf Rollen sind schnell aus dem Weg geräumt. Warum eigentlich Schuhschränke nur für Schuhe nutzen? Einige Modelle eignen sich auch für die Büro-Ablage. Und Hermann hat noch einen Tipp: Klappstühle an Haken hinter die Tür hängen. So sind sie bei Bedarf schnell zur Hand und auch schnell wieder verschwunden.